Sind 8 Windkraftanlagen fürs Erlauholz erst der Anfang?
Standorte für Windkraftanlagen werden gerne erweitert, denn wenn erst einmal eine Anlage steht, sind schnell mehrere darum gebaut. Und dies zeigt sich auch bei uns. Nachdem die Firma Uhl-Windkraft aus Ellwangen sich für die Errichtung von 5 Windkraftanlagen interessiert, ist mit der Firma vento ludens GmbH & Co. KG aus Jettingen-Scheppach bereits ein weiterer Projektentwickler aufgetreten, welcher 3 Windkraftanlagen daneben bauen möchte. Deshalb wehret den Anfängen. Die nächsten Projektentwickler wälzen sicher schon den Bayerischen Windatlas auf der Suche nach weiteren Standorten.
An diesen Standorten soll gebaut werden
5 Windkraftanlagen
Im Erlauholz südlich der Staatsstraße zwischen Bachern und Ottmaring im Bereich des Trimm-dich-Pfades.
3 Windkraftanlagen
Westlich von Bachern, ca. 750 Meter vom Ortsrand.
Grundstückseigentümer
Bayerische Staatsforsten und Private Grundbesitzer
Geplant sind Windräder mit einer Nabenhöhe von 138 Meter und einem Rotordurchmesser von 82 Meter. Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe von 180 Meter. Werfen Sie mal einen Blick von Ottmaring Richtung Bachern. Die ebenfalls durch dieses Gebiet verlaufenden Hochspannungsmasten haben eine Höhe von 50 m. Die geplanten Windräder wären mehr als 3,5 mal so hoch! Diese verschandeln die Umwelt nicht nur für Bewohner, welche die Windräder quasi direkt vor der Haustüre haben. Sobald Sie Friedberg Richtung Süden verlassen, würden Sie vom Anblick der Windräder begrüßt! Heute sieht man bei Föhn bis zu den Alpen.
Die Rodungsfläche je Windkraftanlage beträgt ca. 2400 Quadratmeter, davon 1200 m² (25 auf 48 Meter) im Bereich des Fundaments und ca. 1200 m² als Kran-Aufstellfläche. Die Montagefläche wird nach Abzug der Baumaschinen zwar wieder bepflanzt, jedoch nur bis zu einer max. Wuchshöhe von 5 m. Aus dem Wald rund um den Trimm-dich-Pfad würden nur noch Restfragmente übrigbleiben.
Die Kosten pro Anlage betragen ca. 3,5 Millionen Euro. Bei geplanten 8 Anlagen beläuft sich die Summe auf rund 28 Mio. Euro. Diese werden häufig über geschlossene Windparkfonds finanziert. Dass die prognostizierten Renditen oft nicht erreicht werden zeigt deutlich, dass auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ein Bau der Anlagen nicht sinnvoll ist.
Zusätzliche Aufbauten wie Mobilfunkantennen, Hindernisbefeuerungen oder bei Nacht blinkende Flugsicherungsleuchten sind weitere die Lebensqualität störende Elemente. Auch die Geräusche, die von den Windkraftanlagen verursacht werden, sind nach Auskunft von Betroffenen vor allem nachts sehr störend.
