„Dieses Monster macht uns kaputt!“
Die Chronik eines Albtraums: Ein Windrad zermürbt die Bürger von Marxheim.
11.03.2008
Kienberg erhält Bayerns größtes Windrad (Donaukurier)
Bayerns größte Windkraftanlage entsteht demnächst im Jura bei Rennertshofen. Ingenieur Herbert Kugler aus Kienberg hat gestern vom Landratsamt Neuburg die Baugenehmigung für das drei Millionen Euro teure Windrad mit 138 Meter Nabenhöhe erhalten.
19.05.2009
Der Wind steht günstig (Donauwörther Zeitung
Richter Geiger, Vorsitzender des Verwaltungsgericht München,ließ nach einem Ortstermin in Kienberg keinen Zweifel daran, dass die Belange der Kläger aus Burgmannshofen nicht derart berührt seien, dass eine Baugenehmigung wieder zurückgezogen werden müsse. Einzig der Umstand, dass das geplante Windrad und dabei vor allem der Rotor in matter Farbe lackiert sein müsse, wurde als wichtig erachtet.
18.08.2009
Ein gewaltiges Fundament (Neuburger Rundschau)
Zu sehen ist aus der Entfernung noch nicht viel, denn momentan finden die Arbeiten in der Baugrube statt. Das wird sich aber Mitte September ändern. Dann wird der Turm des Windkraftwerkes zwischen Kienberg und Ammerfeld aufgestellt. Bis es aber so weit ist, werden bereits rund 4000 Tonnen Beton verbaut sein. Seit zwei Jahren mittlerweile versuchen Gegner den Bau dieses Windrads auf den Jurahöhen zu verhindern.
26.08.2009
Marxheim will weiter gegen „Monster“ kämpfen (Augsburger Allgemeine)
Auch wenn die Bauarbeiten in Marxhiem für das 180 m hohe Windrad auf Kienberger Flur im angrenzenden Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bereits begonnen haben, die im Donau-Ries-Kreis ansässigen Gegner wollen das Projekt weiter auf gerichtlichem Wege verhindern. „Vielen ist gar nicht bewusst, was das für ein Monster wird“, glaubt Erich Weigl.
04.12.2009
Windrad sorgt weiter für viel Wirbel (Augsburger Allgemeine)
Seit mittlerweile vier Wochen steht das umstrittene Windrad auf den Anhöhen von Ammerfeld - und seit vier Wochen ist die Stimmung bei den Anwohnern auf dem Tiefpunkt. Karola Gentner ist „total erschrocken“ über die Lautstärke, die der Rotor verursacht. „Meine Kinder sind aufgewühlt und können nicht mehr schlafen“, erzählt sie. Außerdem ist sie sich sicher: Ihnen allen wurde der Besitz geraubt, ihre Häuser sind nichts mehr wert. „Wer will denn hier noch leben?“, fragt sie sich.
15.12.2009
Der Koloss von Kienberg auf dem Prüfstand (Neuburger Rundschau)
Seit sechs Wochen ist auf den Jurahöhen nordwestllich von Rennertshofen nichts mehr so wie es war. Das Windrad zwischen Ammerfeld und Kienberg erhitzt die Gemüter in den umliegenden Dörfern. Die Anwohner fühlen sich durch die Rotorengeräusche des 180 Meter hohen Kolosses in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. „Die Rotoren der Anlage erzeugen einen permanenten Lärm, der nicht hinnehmbar ist. Ein Aufenthalt außerhalb des Hauses ist zum Alptraum geworden“, schreibt Anton Helmer in einem Brief an Bürgermeister Ernst Gebert.
12.01.2010
„Dieses Monster macht uns kaputt!“ (Neuburger Rundschau)
Auf einer Bürgerversammlung sind die viel zu lauten Geräuschimmissionen das Thema. Eine Abschlussmessung soll endgültig Klarheit darüber geben, ob das Windrad nun tatsächlich zu laut ist oder nicht. Darüber haben die Anwohner allerdings keine Zweifel. Das Windrad - ihrer Meinung nach viel zu groß und viel zu nahe an die Orte gebaut - raubt ihnen den Schlaf, stört ihre Ruhe und macht sie nervlich kaputt.
