Leserbrief: Auch der Mensch ist schützenswert
20.09.2011: Friedberger Allgemeine - Leserbrief zum Artikel „Firma Uhl stellt Antrag für Windräder“ vom 17.09.2011
Herr Renner vom Landratsamt Aichach-Friedberg spricht mir aus der Seele, wenn er darauf hinweist, dass Hinderungsgründe für einen Windpark rein sachlicher Natur sein müssen. Gerade in unmittelbarer Nähe zum geplanten Windpark befinden sich seit vielen Jahrhunderten weitläufige Brut- und Lebensräume der auf der Erde beheimateten Spezies Mensch, je nach Bedarf auch Bürger, Steuerzahler oder Wähler genannt. Diese dort häufig vorkommende Lebensform zahlt brav ihre Steuern und war bis dato wenig aufmüpfig. Windräder würden deren Lebensraum nachhaltig bedrohen. Der Mensch sollte wie der Vogel als schützenswert eingestuft werden.
Froh bin ich auch darüber, dass Herr Renner betont, dass dieses Einvernehmen nicht allein aus politischen Überlegungen verweigert werden kann. Deshalb gehe ich davon aus, dass die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Volksvertreter in der Ausschusssitzung am 20.09. die Interessen der dort wohnhaften Wähler wahrnehmen und das politische Einvernehmen verweigern werden. Eine Entscheidung aus rein politischen Überlegungen wäre nämlich, sich der Staatsräson und dem scheinheiligen Politikmarketing von Umweltminister Markus Söder zu beugen und das politische Einvernehmen zu erteilen!
Ich werde es am 20.09. in der öffentlichen Sitzung um 16:30 Uhr selbst verfolgen, wer die Interessen der Bürger vertritt und wer mit den politischen Wölfen heult.
Robert Sarcher, Ottmaring
